Erste Hilfe im Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht ist immer ein Thema, denn oft brennt es an vielen Fronten. Eine fristlose Kündigung, genaue Regelungen bei krankheitsbedingten Absenzen oder Überstunden - Stoff für Diskussionen gibt es mehr als genug. Umso wichtiger, dass HR-Verantwortliche wissen, wo man sich kompetent, praxisorientiert und bewährt Hilfe holen kann.

Arbeitsrecht Centre Patronal
Centre Patronal - eine bewährte Anlaufstelle, wenn es ums Arbeitsrecht geht. (©Fotolia)

„Geht es um das Arbeitsrecht, kann man schnell in Schwierigkeiten kommen, ohne das zu wollen“, sagt lic. iur. Peter Schüpbach. Nina* ist solch ein Beispiel. Sie konnte neulich nicht zur Arbeit gehen, weil ihr Sohn Niklas* an Grippe erkrankt war. Die alleinerziehende Mutter musste zu Hause bleiben und informierte Janine*, die HR-Fachfrau in ihrem Geschäft. Die zentrale Frage hierbei lautet: Dürfen Vater oder Mutter kurzfristig von der Arbeit fernbleiben? Und: Wer bezahlt einen möglichen Ausfall für wie viele Tage oder Wochen? Damit guter Rat nicht teuer wird, ist auch Janine froh, dass sie im Bedarfsfall mit dem Centre Patronal eine Anlaufstelle hat, wo sie kompetent Auskunft holen kann.

Das Arbeitsrecht regelt viele Fragen

Nicht immer ganz einfach, pauschal eine Antwort zu geben. Für Nina war nicht von Anfang an klar, dass sie – gestützt auf ArG 36/3 – Anrecht auf bis zu drei freie Tage hat, sofern die Krankheit des Kindes mit einem ärztlichen Zeugnis belegt werden kann. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass es für Mamis oder Papis mitunter sehr schwierig ist, die Betreuung eines kranken Kindes kurzfristig sicherzustellen. Bei der Frage, ob der Arbeitgeber für die Abwesenheitstage zur Betreuung des kranken Kindes auch lohnfortzahlungspflichtig ist, war sich Ninas HR-Verantwortliche Janine nicht ganz sicher. Entsprechend musste abermals kompetenter Rat her. „Wir verstehen uns als Anlaufstelle, wenn es um arbeitsrechtliche Fragen geht“, sagt lic. iur. Peter Schüpbach, Redaktor des „Handbuch des Arbeitgebers“ dazu.

„Wenn ein Kind krank ist, darf ein Elternteil zu Hause bleiben.“

Bildungsangebote zum Artikel
  • 27.02.2018
  • Arbeitsrecht: Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung
  • Centre Patronal
  • 28.02.2018
  • Arbeitsrecht kompakt
  • Centre Patronal
  • 06.03.2018
  • Arbeitsrecht: Fragen rund um den Lohn
  • Centre Patronal
  • 15.03.2018
  • Arbeitsrecht: Ferien und Feiertage
  • Centre Patronal
  • 20.03.2018
  • Arbeitsrecht: Fragen rund um den Lohn
  • Centre Patronal
  • 22.03.2018
  • Arbeitsrecht: Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Centre Patronal
  • 26.03.2018
  • Arbeitsrecht: Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Centre Patronal

Sich das nötige Wissen im Arbeitsrecht aneignen

Dank diesem Handbuch des Arbeitgebers – es umfasst 65 Themen und zahlreiche Musterbeispiele – wissen HR-Verantwortliche, dass OR 324a die Lohnfortzahlung regelt. Darauf kann – Bezug nehmend auf Nina – Anspruch erhoben werden, allerdings nur für die Zeit, welche sie für die Organisation einer Ersatzlösung zur Betreuung von Niklas benötigt. Nur ein extremer Ausnahmefall liesse zu, dass eine Arbeitsbefreiung bei gleichzeitiger Lohnfortzahlung über die drei Tage hinaus möglich gemacht würde. Ist im Voraus ein Ereignis – zum Beispiel ein Spitalaufenthalt – geplant, präsentiert sich die Ausgangslage anders. Hier nämlich müsste Nina vorangehend dafür sorgen, dass eine anderweitige Betreuung gewährleistet ist.

„Praktisch alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind irgendwann mit dem Arbeitsrecht konfrontiert.“

Umso wichtiger ist, dass HR-Verantwortliche wissen, wie man sich praktisches Wissen innert kurzer Zeit aneignen kann. Halbtages-, Tages- oder Mehrtageskurse im Rahmen der „Bildungskurse für Führungskräfte“ sind hier Möglichkeiten, sich bezüglich Arbeitsrecht weiterzubilden. Vielleicht würde sogar Sinn machen, ein firmenspezifisches Seminar zu organisieren, so dass alle Arbeitnehmer in den Genuss einer sehr praxisorientierten Weiterbildung kämen. Eine andere Option ist, sich durch entsprechende Publikationen selber auf dem Laufenden zu halten. Das zuvor bereits erwähnte „Handbuch des Arbeitgebers“ zum Beispiel gibt es nicht nur auf Papier, sondern auch als Online-Version. Es ist für die praktische Anwendung geschrieben, wird stets aktualisiert – und es beinhaltet einen telefonischen Auskunftsdienst für ergänzende Fragen und Beratungen. Das Juristenteam ist spezialisiert auf arbeitsrechtliche Fragen und ist mit 20’000 (jährlichen) Beratungen am Puls des Wirtschaftslebens. Ideal ergänzt wird das „Handbuch des Arbeitgebers“ zudem durch die monatlich erscheinende Publikation „Arbeitsrecht„. Sie liefert weitergehende Informationen, insbesondere aus der aktuellen Gerichtspraxis oder dann mit vertiefenden Informationen zu arbeitsrechtlichen Themen.

*Namen der Redaktion bekannt

Checkliste - So gehen HR-Verantwortliche vor, wenn sie eine arbeitsrechtliche Frage haben

  • Was steht im Handbuch des Arbeitgebers?
  • Ist ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) oder Normalarbeitsvertrag (NAV) vorhanden?
  • Welche Regelungen gelten im Einzelarbeitsvertrag respektive Personalreglement?
  • Besteht eine betriebliche Übung?
  • Welche Aspekte sind im Gesetz (OR sowie ArG) geregelt?

Wenn diese Abklärungen zu keinem Ziel führen, die juristische Hotline anrufen.


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